Weser-Tagebuch

Montag, 02.07.  Anfahrt Minden

Das Wetter ist sonnig bei 28°C. Wir fahren über Hannover nach Minden zum Transfer. Wir haben noch Zeit in Minden und schlendern die Promenade runter bis zur Schiffsmühle. Der Transport des Gepäcks, den Booten und uns startet gegen 15 Uhr am FairSchlafen-Hotel. Die A2 und A7 ist proppevoll, viele Unfälle, gut, dass wir nicht selber fahren müssen. Drei Stunden später werden wir am Campingplatz in Hann.-Münden abgesetzt. Anmelden, Zelt aufbauen und ab in die Stadt. Wir schauen uns den Einstieg für den nächsten Morgen an. Abendessen gibt es in einer Pizzeria, die Sonne brennt.

Dienstag, 03.07.  Hann.-Münden – Gieselwerder

Zelt und Ausrüstung verpacken, Boote aufbauen, Gerda holt derweil Brötchen im Ort. Kommen gut los – werden 28km die wir in 5 Stunden gemächlich paddeln. Machen viele Pausen (Fähre und Kirche) und kommen so gegen 15 Uhr in Gieselwerder an. Haben eine Gänsefamilie vor dem Zelt. Der Besuch im Freibad ist im Preis enthalten und so klettern wir ins Nass. Abends Wäsche gewaschen und zwischen Zelt und Zaun aufgehängt. Diesmal kochen wir selber auf der Gasflamme. Es gibt Sahnegeschnetzeltes mit Paprika, Ananas und Nudeln. Es funktioniert leider nur einer der beiden Brenner, sodass man wieder improvisieren muss. Nach dem Kochen geht der zweite Brenner natürlich… – Wir sind müde vom ersten Paddeltag, die Hitze tut ihr Übriges.

Mittwoch, 04.07.  Gieselwerder – Höxter

Sonnig und über 30°C gemeldet. Das Paddeln läuft gut. Kommen auf ca. 8km/h, gute Strömung. Wir sehen, wie Tags zuvor, viele Reiher, Bussarde, Schwalben, Kühe und Schafe. Machen eine Pause in Bad Karlshafen. An einem Campingplatz cremen wir uns neu ein mit Sonnencreme. Das werden wir mehrmals am Tag machen. Die Hitze ist kaum zu ertragen. Die zweite Pause des Tages in Beverungen. Müssen kurz in den Schatten. Eine dritte Pause machen wir an der Fähre vor einem Ausflugslokal, bei “Captn R”. Sehen in Höxter den Anleger zu spät weil ein Motorboot davor liegt. Wir nutzen den Ausstieg vom Kanuclub. Bekommen auf dem Campingplatz einen 1a-Platz direkt am Ufer der Weser und dem Bootsanleger. Zelt aufbauen und einrichten, Duschen, Wäsche und Geschirr waschen, wie jeden Tag. Haben etwas Muskelkater. Stadtbummel und Restaurantsuche. Wird ein Thai-Indisches-Restaurant. Zurück auf dem Campingplatz sitzen wir noch auf einer Bank direkt vor unserem Zelt.

Donnerstag, 05.07.  Höxter – Bodenwerder

Heute 44km, die Temperaturen sind nicht mehr so heiss, mehr Schatten, dafür Mittags starke Windböen. Schöne Strecke, die Landschaft wird langsam steiniger, der Wald geht zurück. Erste Pause in Holzminden. Laut Reiseführer Bootssteg an der DJH. Die gibt es nicht mehr, der Bootssteg ist auch kaputt. Trotzdem raus und in die Stadt. Habe Deo und Duschgel nachgekauft. Eine zweite Pause findet wieder an einer Fähre statt. Da gibt es immer Anlegestellen für Paddler. In Bodenwerder ein uriger Campingplatz mit einer dementen Dame am Empfang. Die Nachbarn haben eine lebende Ziege am Wohnwagen… – Bleiben auf dem Platz und wollen uns am nächsten Morgen die Stadt anschauen. Spart 1,5 km je Richtung Fußweg. Daran vorbeipaddeln müssen wir sowieso. Die Sonne verschwindet schnell hinter einem Berg und wir sitzen noch bei einem Käffchen vor dem Zelt am Fluss.

Freitag, 06.07.  Bodenwerder – Kleinwieden

Morgens bedeckt, 16°C und nieselig, mittags und abends sonnig und starke Böen. Wir kämpfen uns durch und kommen erst nach 19 Uhr im Hotel an. Morgens hatten wir uns noch Bodenwerder angeschaut, wie geplant. Einige lustige Bilder geschossen. Auf der Strecke einige Ausflugsschiffe und Fähren, sowie Wellen und die Sturmböen. Ein schwerer Paddeltag, sind völlig kaputt am Abend. Unterwegs wieder viele kaputte Anleger, so muss eine Pause nach der Anderen verschoben werden. In Hameln gab es eine schöne Bootsrutsche, davor leider keine Strömung. Habe ich die Sturmböen schon erwähnt? Der Reiseführer von 2013 ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, wie man merkt. Mittagessen gibt es im Alten Fährhaus. Ein großer Salat für Gerda und eine Folienkartoffel für mich. Morgen nochmal 2km mehr als heute nach Minden, mal sehen was das Wetter sagt.

Samstag, 07.07.  Kleinwieder – Minden

47km zum Ziel – da wieder Sturmböen angesagt sind starten wir möglichst früh und paddeln was das Zeug hält. Bis zum Mittag wollen wir soviele Km machen wie möglich. Die erste Pause gibt es daher erst nach 28km, eine weitere folgt. Die Anleger werden nach Hameln immer schlimmer. Kaputt, nicht vorhanden, eine einzige Katastrophe. Wir schlagen uns durch, es läuft gut. Wetter ist sonnig. Wir bekommen nochmal Röte auf die Haut. Die zweite Pause machen wir in Porta Westfalica, bei Km 198. Kurz in eine Strandbar, etwas trinken und auf Klo, dann weiter. Bei Km 202 endet die Tour am Kanuclub. Ich laufe die Promenade runter bis Km 204 und hole das Auto. Gerda baut inzwischen die Boote auseinander. Die Rückfahrt über die A2 geht gut. Noch schnell was einkaufen für Sonntag, zuhause die Sachen auspacken und auf dem Balkon trocknen, Wäsche waschen, Duschen.